In-Akustik AC-1502-P6 und AC-1506
Brauchen wir teure Netzleisten und Netzkabel?
Text von: Stephan Schmid
Es liegt doch ohnehin eine Beipackstrippe im Karton, und im Keller steckt noch eine Zehnfach-Leiste aus dem Baumarkt …
Im Gegensatz zu früher darf heute durchaus als bekannte Tatsache gelten, dass der Transport des Stromes von der Steckdose zum Gerät großen Einfluss auf den Klang der gesamten Anlage hat. Somit sollte sich jeder, der unser Hobby betreibt, darüber im Klaren sein, dass eine gute Netzleiste und gute Netzkabel zum A und O beim Aufbau einer Anlage gehören. Wie erreicht In-Akustik dieses Ziel bei seinen Produkten?
Ein probates Mittel, um dem Strom einen möglichst kleinen Widerstand auf seinem Weg entgegenzusetzen, ist ein vernünftiger Leiterquerschnitt. Beim AC-1502 sind dies 1,5 Quadratmillimeter, die natürlich aus Kupfer bestehen. Um Störungen aus dem Netz den Weg in die Anlage zu versperren, setzt In-Akustik ein so genanntes „In-Plug“-Filter ein. Das ist ein Ferritkern, der direkt hinter dem Stecker sitzt und durch den die Kabel geführt werden. Eine solche Konstruktion trifft man bei diversen HiFi-Geräten und auch bei Computern an. Zu den drei mit PVC isolierten Leitern wird noch eine zusätzliche Schirmung verbaut, damit sich keine hochfrequenten Einstreuungen quasi in das Kabel „einschleichen“ können. Die gesamte Leiteranordnung steckt in einer Konstruktion, die – von innen nach außen – aus einer Alu-Abschirmfolie, einem PVC-Mantel und einem PE-Geflechtmantel besteht. Eine Phasenmarkierung am Stecker ist ebenfalls vorhanden. Unterm Strich: eine sehr solide, professionelle Ausführung, die auf physikalischen Erkenntnissen basiert und ohne jeden Voodoo auskommt.

Die Netzleiste AC-1502-P6 ist, wie ihre Bezeichnung schon vermuten lässt, eine Sechsfach-Leiste, deren Zuleitung aus 1,5 Metern des eben beschriebenen AC-1502 besteht. Das Gehäuse der Leiste ist aus Metall und damit schon sehr gut abgeschirmt. Im Inneren der Leiste verbergen sich Stromschienen mit dem beeindruckenden Querschnitt von acht Quadratmillimetern, sicherlich nicht die schlechteste Lösung für eine verlustfreie Übertragung. Zusätzlich ist die Leiste noch mit einem von In-Akustik so genannten 2Y-Filter und einer Kindersicherung ausgestattet. Besagtes 2Y-Filter besteht aus zwei Kondensatoren, die hochfrequente Störungen auf der Phase und dem Nullleiter gegen die Erde ableiten sollen. Die Kindersicherung? Okay: Sicherlich nicht das erste Kriterium des Highenders, aber für Väter von kleinen Kindern vielleicht das Entscheidende, um die beste Ehefrau von allen von der Investition in eine AC-1502-P6 überzeugen zu können …

Als ich in den 80er Jahren zum ersten Mal mit Netzkabeln und Netzfiltern experimentierte, erklärten mich meine Kommilitonen für vollkommen verrückt, denn sie konnten keine Unterschiede feststellen. Wenn sie diese heute auch noch nicht hören sollten, dann wären sie womöglich ein Fall für den Ohrenarzt. Mit dem im Vorspann beschriebenen „Sponti-Equipment“ hört man lediglich Frequenzen, eine nach HiFi-Kriterien undefinierte Klangsuppe ohne jedes Timing und räumliche Abbildungspräzision. Ganz im Gegensatz zur Verkabelung mit der In-Akustik-Netzleiste und den dazugehörigen Netzkabeln: Jetzt spielt sich alles auf einmal miteinander und nicht mehr gegeneinander ab, die räumliche Darbietung ist präzise und in Breite und Tiefe ausgedehnt. Nun erst können Sie die Musik wirklich genießen. Übrigens: Einer meiner Kommilitonen von früher hat neulich beide Varianten bei mir gehört. Und wurde nun glatt eines Besseren belehrt.
Produktinfo
Netzleiste In-Akustik AC-1502-P6
Preis: 260 Euro
Netzkabel In-Akustik AC-1506
Länge: 1,5 m
Preis: 114 Euro
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