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Audio Note AN Lexus Interconnect/AN Lexus XL

Die Komplettlösung von Audio Note

Text von: Stefan Fahrnholz

Die Verstärker und Übertrager von Audio Note zählen zu Recht zur ­absoluten Spitzenklasse und werden teilweise schon kultisch verehrt. Manch einer habe sich anstatt eines Reihenhäuschens lieber eine Anlage der Engländer angeschafft und es nicht bereut – so sagt zumindest die Legende!

Ongaku, Kegon, Meishu – bei diesen Namen wird jeder gestandene Highender unruhig. Neben den State-of-the-Art-Amps sind auch Quellgeräte, Lautsprecher und ein großes Sortiment an Kabeln im Angebot. Damit kann sich das im britischen Sussex beheimatete Unternehmen um seinen Mastermind und Querdenker, den Dänen Peter Qvortrup, durchaus als Vollsortimenter der gehobenen Klasse bezeichnen. Der im hessischen Kelkheim ansässige deutsche Vertrieb von Alexander Voigt stellte mir zwei Strippen aus dem umfangreichen Sortiment zur Verfügung: das Signalkabel Lexus und dessen Bruder, die Lautsprecherverbindung Lexus XL – Herrn Voigts persönlicher Geheimtipp, wenn’s finanziell noch überschaubar bleiben soll. Er ließ es sich auch nicht nehmen, mir die Kabel persönlich zu liefern und auch zu installieren.

Die Lexusfamilie ist angeblich die Kupferversion des Sogon, dem aus massivem Silber aufgebauten Audio-Note-Topkabel, und bewegt sich finanziell im unteren Mittelbereich des internen Rankings, während das Sogon preislich eher ein Fall für den anfangs erwähnten Reihenhausverweigerer ist. Da sich Audio Note als Vollsortimenter natürlich ganz dem Kettengedanken verschrieben hat, wurden die Kabelparameter besonders für den Betrieb an hauseigener Elektronik und Lautsprechern abgestimmt. Was natürlich nicht heißen soll, dass die Lexus-Strippen nur an Audio-Note-Geräten funktionieren!

Das optisch unscheinbare schwarze Cinch­kabel ist mit den hauseigenen RCA-Steckern AN-GP/AG konfektioniert. Die Verbinder sind versilbert – Silber ist das von Audio Note bevorzugte Material, wenn es um den Signaltransport geht – und machen einen sehr massiven, hochwertigen Eindruck. Aufgrund seiner Steifigkeit ist das Lexus nicht immer einfach zu verlegen, aber die Gefahr des Ab­knickens ist dadurch natürlich sehr gering. Über den internen, symmetrischen Aufbau des Kabels gibt es nur wenig zu sagen, hier lässt sich Audio Note nicht gerne in die Karten schauen, da bereits Fälschungen am asiatischen Markt gesichtet wurden, die außer dem Aufdruck nichts mit dem Original gemeinsam haben! Fakt ist, die Leiter bestehen aus zwei im Durchmesser unterschiedlichen Strängen aus 99,99-prozentigem Kupfer. Der dickere von beiden ist für die tiefen Töne verantwortlich, der dünnere soll die hohen Frequenzen optimal transportieren.

Audio Note Lexus Interconnect

Der Aufbau und das Material des ebenfalls schwarzen Lautsprecherkabels sind identisch mit jenen der Cinchverbindung. Plus und Minus ist durch den Aufdruck am Kabelmantel eindeutig identifizierbar. Auch hier gibt es zwei Stränge mit unterschiedlichen Durchmessern pro Pol. Aufgrund dieses Aufbaus wäre bereits einfaches, kostengünstiges Bi-Wiring möglich, richtig gut wird es natürlich erst mit zwei separaten Kabeln pro Kanal. Das Lexus XL kann selbstverständlich mit allen gängigen Steckertypen geliefert werden, das Testexemplar war auf meinen Wunsch hin mit den nicht mehr ­

CE-konformen (die Euro-Bürokraten lassen grüßen) versilberten Bananas mit der etwas nüchternen Bezeichnung „AN-BP/AG“ ausgestattet. Für mich stellt diese Art der Verbindung immer noch die klanglich beste Art der Kontaktaufnahme bei Lautsprecherverbindungen dar, da durch die Federwirkung ein sehr großer Kontaktdruck aufgebaut werden kann, auch wenn Brüssel darin Gefahr für Leib und Leben befürchtet! Die Stecker sind, wie ihr RCA-Pendant, von hervorragender Qualität.

Nachdem meine Anlage vollständig mit dem Lexus verkabelt war, gings endlich ans Hören. Zuerst querbeet durchs CD-Regal, mit mir vertrauten Aufnahmen. Der erste Eindruck: das Klangbild wirkt sehr harmonisch und ausgeglichen, die Räume werden glaubwürdig dargestellt, einzelne Instrumente sind klar voneinander getrennt. Man kann stundenlang Musik hören, ohne dass es nervig wird, wie ich dies schon mehrmals erleben musste. Dynamische Aufnahmen kommen mit viel Verve, die Bass­präzision ist hervorragend. Tom Waits kreischt, röchelt und stöhnt auf seinem neuen Monumentalwerk Orphans, als ob es kein Morgen gäbe. Die im Hintergrund agierenden, teils sehr exotischen Instrumente kommen klar und fokussiert. Der norwegische Bluesmusiker Björn Berge bearbeitet auf seinem aktuellen Longplayer I’m the antipop die zwölfseitige Gitarre wie von einem anderen Stern. Die Stompbox klingt so realistisch, dass man Angst um seinen Parkettboden im Wohnzimmer bekommt – kaum zu glauben, dass hier wirklich nur ein einziger Musiker am Werk ist!

Das Audio-Note-Gesamtkonzept geht voll

auf – dies wird mir erst so richtig bewusst, als ich wieder schrittweise auf meine gewohnte Verkabelung zurückbaue. Die Lexusfamilie spielt ihr ganzes Können offenkundig erst im Verbund aus. Man merkt, hier waren keine Theoretiker am Werk, sondern Leute, die Musik leben!

Produktinfo

NF-Kabel AN Lexus Interconnect

Konfektionierung: mit AN-GP/AG-Cinchsteckern

Aufbau: symmetrisch

Material Leiter: OFC-Kupfer

Kabeldurchmesser: 7 mm

Kapazität: circa 330 pF/m (mit GP-Steckern)

Preis: 200 Euro (2 x 1 m)

Lautsprecherkabel AN Lexus XL

Konfektionierung: mit AN-BP/AG-Cinchsteckern

Aufbau: symmetrisch

Material Leiter: OFC-Kupfer

Kabeldurchmesser: 7 mm

Preis: 850 Euro (2 x 3 m)

Kontakt

www.audio-note-vertrieb.de