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Tonarm Tri-Planar VIII

Ein Traum für erfahrene Analog-Fans

Text von: Dirk Sommer

Der Tri-Planar kann heute auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken, in der er beständig weiterentwickelt wurde, wobei die ersten Evolutionsstufen vorrangig klangliche Verbesserungen brachten. Seit einigen Jahren weist aber jede neue Generation auch ­feinere Oberflächen auf. ­Inzwischen ist die Version VIII erhältlich.

Zumindest eine Zeit lang hat mich ein Tri-Planar in meiner HiFi-Geschichte begleitet. Er war der erste High-End-Arm, mit dem ich mich schreibend auseinandergesetzt habe. Das begab sich im Jahr 1994, und die damals aktuelle Variante, die Numero IV, trug wie ihre Vorgängerin den Namenszusatz „ulti­mate“, den man inzwischen wohl gestrichen hat. Vielleicht ist ja aufgefallen, dass man dem Arm dieses Prädikat ein wenig zu früh zugesprochen hat und dessen beständige Wiederholung begann, komische Züge anzunehmen. Nach dem Test vor zwölf Jahren war mir der Name des Armes jedenfalls völlig egal, nicht aber seine klanglichen Leistungen und seine vielfältigen Einstellmöglichkeiten. Ich brachte es schließlich nicht über mich, den Vierer zurückzuschicken und habe ihn deshalb ge­kauft. Dass ich mich dann nach Jahren der Zufriedenheit von ihm getrennt habe, lag keinesfalls daran, dass ihn ein anderes Fabrikat in irgendeiner oder gar mehreren Disziplinen ausgestochen hätte. Schon in Studententagen stand ein – leider unerreichbarer – Breuer-Arm ganz oben auf meiner Wunschliste, und als ich dann vor einigen Jahren ein Exemplar zum Test in die Hände bekam, war’s um mich geschehen. Ohne einen ausführlichen Vergleich, den ich ansonsten jedem Leser vor einer Entscheidung nachdrücklich empfehle, stand für mich fest, den Tri-Planar zu veräußern und mir endlich das Objekt jahrzehntelanger Begierde zuzulegen. So viel zur Rationalität des eigenen Handelns in HiFi-Dingen.

1994 hieß der Arm mit vollem Namen noch „Wheaton Tri-Planar IV ultimate“. Wheaton ist der Ort im Staate Maryland, in dem Herb Papier, der Schöpfer des mechanischen Kleinods, lebte. In seiner Jugend spielte er in Amateur-Bigbands Trompete, betrieb später einen Musikalienhandel, arbeitete aber auch sehr erfolgreich als Uhrmacher. 1967 führten dann seine Begeisterung für die Musik und seine Kenntnisse in Feinmechanik dazu, dass er sich mit der Konstruktion eines Tonarmes befass­te. Die drei zentralen Probleme waren für ihn dabei die Azimuteinstellung, die Justage des vertikalen Abtastwinkels und das Lager auf Plattenhöhe zu bringen. Die Arme, die er für sich und seine Freunde bis 1980 entwickelte, subsummierte er später unter der Bezeichnung „Mk. I“. Im darauffolgenden Jahr stellte er dann die Version II auf der Consumers Electronic Show einer breiteren Öffntlichkeit vor. Schon zwölf Monate später war der Tri-Planar Mk. III fertig und erhielt auch prompt den angesehenen Engineering Achievement Award, dem eine ganze Reihe von Auszeichnungen folgen sollte.

Kurz vor der Jahrtausendwende, als die Mk.-VI-Version aktuell war, verkaufte Herb Papier sein Geschäft an Tri Mai, den er zu seinem Nachfolger auserkoren hatte. Tri Mai, der übrigens in image hifi 2/2001 auf Seite zehn mit seinem Produkt zu sehen ist, fertigt die Arme seitdem in Minneapolis, Minnesota. 2003 präsentierte er den Tri-Planar Mk. VII, den letzten Arm, in dessen Konzeption noch Anregungen Herb Papiers eingeflossen waren, der kurz zuvor im Alter von 83 Jahren verstorben war.

Die Version VIII bietet ein makelloses Erscheinungsbild. Endlich erreicht die Fertigungsqualität dasselbe hohe Niveau wie der Klang

Das augenfälligste Merkmal des Tri-Planar ist die Säule mit dem Rändelrad, an der der Arm quasi hängt. Sie erfüllt gleich zwei Funktionen: Zum einen erlaubt sie nach dem Lösen einer Sicherungsschraube auf der Seite der Säule eine sehr feinfühlige und dank seitlich und unter dem Rändelrad aufgebrachter Skalen auch reproduzierbare Höhenverstellung. Zum anderen trennt sie Befestigungs- und Armdrehpunkt, so dass der Tri-Planar trotz seiner effektiven Länge von 250 Millimetern auch auf Laufwerken Platz findet, die für Neun-Zoll-Arme ausgelegt sind. Die Montage gestaltet sich ebenso einfach wie speziell. Dem Tri-Planar liegt eine Plexiglas-Metall-Schablone bei, die sich leicht auf den gegebenen Höhenunterschied zwischen dem Plattenteller und der Fläche, auf der der Arm befestigt ­werden soll, einstellen lässt und verlässlich anzeigt, wo die drei Befestigungslöcher zu bohren sind. Diese mögen zwar auf einem Kreis liegen, die Winkel zwischen ihnen be­tragen aber nicht – wie allgemein üblich – 120 Grad. Deshalb geben sie auch den Abstand, den der Arm in seiner Ruheposition zum Plattenteller einnimmt, eindeutig und unverrückbar vor – und der ist zumindest für mein Gefühl ein wenig zu klein. Mir wäre wohler, wenn die Nadel des Tonabnehmers beim Hantieren mit der Platte ein Stückchen weiter entfernt wäre. Aber vielleicht ist das ja nur Gewöhnungssache …

Mindestens ebenso ungewöhnlich wie die Höhenverstellungssäule des Tri-Planar ist sein zweigeteiltes Armrohr, das ebenfalls einen doppelten Nutzen bietet. Erstens er­möglicht die Anordnung der beiden Rohrstücke über­einander, das vertikale Lager in etwa auf die Höhe zu legen, auf der die Nadel mit der Rille Kontakt aufnimmt, was der dynamischen Balance zugutekommt. Dass die beiden Punk­te nicht in allen Fällen hundertprozentig über­einstimmen, liegt nicht an der Konstruktion des Tri-Planar, sondern an der nicht genormten Bauhöhe der Tonabnehmer. Zweitens gelang es Herb Papier mit dieser Konstruktion, den Azimut auf eine Art verstellbar zu machen, bei der die Präzision nicht vorrangig von den motorischen Fähigkeiten des Benutzers abhängt: Am Ende des mit dem Lager verbundenen Rohrstücks sitzt ein Aluminiumblock, in dessen zwei U-förmigen Ausbildungen das vordere Rohr festgeklemmt ist. Dieses lässt sich nach dem Lösen der Schrauben am Ende des jeweiligen Us verdrehen, was aber wie gesagt nicht mit höchstmöglicher Fingerfertigkeit geschehen muss, sondern mittels einer in einem dritten U untergebrachten Schraube geschieht, deren Drehung dank eines kleines Mitnehmers auf das vordere Rohr übertragen wird. Da die ganze Einrichtung so gut wie spielfrei funktioniert, sind Änderungen auch sehr exakt rückgängig zu machen. Lange Zeit gab es ­keinen anderen Tonarm, der dem Tri-Planar in punc­to komfortable Azimuteinstellung das Wasser reichen konnte. Inzwischen hat er einen in dieser Hinsicht ebenbürtigen Konkurrenten bekommen: den Graham Phantom.

den Ausführungen des damaligen Vertriebs folgend eine Methode zur Azimutjustage beschrieben, die zwar allgemein akzeptiert zu sein scheint und noch immer propagiert wird, erfreulicherweise aber nicht vom aktuellen Importeur. Bei genauerer Betrachtung geht sie allerdings von einer Voraussetzung aus, die auch in der besten aller Welten so gut wie nie erfüllt sein dürfte. Es geht darum, den im Headshell montierten Tonabnehmer so lange zu verdrehen, bis die Ausgangsspannungen der beiden Kanäle genau gleich groß sind. Zu überprüfen ist dies am einfachsten, wenn man eines der Signale invertiert und dann zum nicht invertierten addiert: Bei Verwendung eines Millivoltmeters sollte dies null anzeigen; wenn man mit einem Lautsprecher und einem Verstärker arbeitet, sollte so gut wie nichts mehr zu hören sein.

So schön es ist, wenn beide Kanäle den ­gleichen Ausgangspegel liefern: Über die gewünschte Senkrechtstellung der Nadel in der Rille sagen weder Messung noch Anhö­rung etwas aus. Dies wäre nur der Fall, wenn man davon ausgehen dürfte, dass beide Kanäle eines Tonabnehmers exakt gleich „laut“ wären. Darf man aber nicht: In der Praxis sind Pegelunterschiede von 0,2 Dezibel schon sehr respektable Werte. Verfährt man in der oben dargestellten Art und Weise, stellt man seinen Tonabnehmer leider nur so schräg zu Plattenrille, dass durch diese mechanische Fehljustage die fertigungstechnisch bedingten Pegeldifferenzen zwischen den Kanälen des jeweiligen Tonabnehmers kompensiert werden. Und das sollte man tunlichst unterlassen. Der Grund dafür, dass das genannte Verfahren noch immer als probates Mittel propagiert wird, liegt aller Wahrscheinlichkeit darin, dass es keine Patent­lösung für das Azimutproblem gibt.

Um zumindest Parallelität zwischen dem Plattenteller und der Vorderkante des Head­shells herzustellen, empfiehlt die Bedienungsanleitung des Tri-Planar, die beigepackte simple Tonarmwaage seitlich hochkant auf den Teller zu legen, das Headshell abzusenken und so zu verdrehen, dass es über die gesamte ­Breite auf der Kante der Waage aufliegt. Damit ist allerdings noch lange nicht gesagt, dass die Nadel auch senkrecht in der Plattenrille steht, da man sich zwar wünschen, nicht aber unbedingt davon ausgehen kann, dass der Diamant exakt rechtwinklig zu Montagefläche des Systems auf den Nadelträger geklebt wurde. Allein eine optische Kontrolle mit einer stark vergrößernden Lupe könnte hier endgültigen Aufschluss bringen. Die Exemplare, die ich kenne und momentan verwende, kommen auf eine zehnfache Vergrößerung und ermöglichen damit eine recht gute Einschätzung, bieten aber nicht allerletzte Gewiss­heit.

Die Montageschablone ist unverzichtbar, da die Befestigungslöcher für Tonarme zwar auf einem Kreis liegen, die Winkel zwischen ihnen jedoch nicht 120 Grad betragen

Mit der Plastikschraube lässt sich die Absenkgeschwindigkeit des Armes recht feinfühlig einstellen. Die Antiskating-Kraft wird durch das Verschieben des Gewichtes auf dem Hebelarm justiert

Nach dem Lösen der beiden hinteren Inbusschrauben kann durch das Verdrehen der vorderen der Azimut nahezu spielfrei und damit reproduzierbar eingestellt werden

Um den vertikalen Abtastwinkel zu verändern, muss die kleine Rändelschraube rechts gelöst werden. Danach lässt sich die Höhe des Tonarms mit der großen Schraube über der Skala sehr exakt regulieren

Das zweiteilige Armrohr besteht aus ge­härtetem Aluminium und wurde „koaxial bedämpft“. Wenn sich hier im Vergleich zum Modell IV nichts Prinzipielles geändert hat, bedeutet diese leicht kryptische Formulierung, dass sich im Inneren ein zweites Rohr befindet. Welcher Art dieses ist, wurde auch damals schon nicht näher erläutert. Beibehalten hat Tri-Planar auch die Bleieinlage im Headshell, die ebenfalls dazu dient, Resonanzen zu bedämpfen oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Als Gegengewicht fungiert ein System aus vier unterschiedlich dicken Scheiben, die so kombiniert werden können, dass sich unabhängig von der erforderlichen Auflagekraft und dem Tonabnehmergewicht die Masse ganz in der Nähe des Lagerpunktes konzentrieren lässt. Die Scheiben bestanden bei frühen Modellen aus Messing und werden nun aus Edelstahl gedreht, was dem Arm auch ein stimmigeres Erscheinungsbild beschert.

Für eine möglichst geringe Reibung sollen handgefertigte Nadellager sorgen, deren Spitzen gehärtet und poliert wurden. Der Lift ist selbstverständlich in der Höhe justierbar, und die Absenkgeschwindigkeit lässt sich ebenfalls leicht einstellen. Die Antiskating-Einrichtung arbeitet progressiv, wird aber mithilfe eines Hebelchens außer Funktion gesetzt, sobald der Tonarmlift betätigt wird, damit der Arm beim Abheben nicht nach außen zieht. Eine mit Silikon zu befüllende Wanne und eine Schraube am Armrohr ermöglichen eine feinfühlig dosierbare Bedämpfung der horizontalen Armbewegungen. Die für den deutschen Markt bestimmten Arme erhalten auf Wunsch von Active Audio vom Headshell bis zu den Cinch-Steckern durchgehende Kabel, die in Handarbeit konfektioniert werden müssen.

Die fest mit dem Arm verbundenen Kabel kommen zwar gewiss der Signalqualität zu­gute, machen aber leider auch einen direkten Vergleich des Tri-Planar mit anderen ähnlich hochwertigen Vertretern seiner Gattung so gut wie sinnlos. Etwaige Klangunterschiede wären in diesem Falle ja nur der jeweiligen Kombination zweifelsfrei zuzuordnen, wobei der Kabelwahl bei den zum Vergleich herangezogenen Armen darüber hinaus noch eine gewisse Beliebigkeit anhaftete. Zudem konnte ich bei der Beschäftigung mit dem Achter nicht auf Einsteins The Turntable’s Choice in der üblicherweise genutzten symmetrischen Variante zurückgreifen, die lediglich XLR-Anschlüsse bietet. Beim Tri-Planar übernahm deshalb die unsymmetrische Version, die nicht ganz das Niveau der symmetrischen erreicht, die Entzerrung, was den Achter aber keineswegs daran hinderte, im Zusammenspiel mit dem EMT JSD 6 eine ausgezeichnete Figur zu machen.

Der Tonabnehmer mit der Fineline-Nadel bringt unter gleichen Vorraussetzungen nicht ganz die Auflösung seines Schwestermodells, des JSD 5 mit Gyger-S-Diamant, und gibt sich auch dynamisch minimal zurückhaltender. Wenn Letzteres vom Brinkmann-Arm geführt wird, das JSD 6 jedoch vom Tri-Planar, werden die Unterschiede nahezu nivelliert. Der Achter erweist sich als ungemein durchlässig für allerfeinste Raum- und Lautstärkeinformationen. Für mich gab es zuvor nie einen Zweifel daran, welcher Nadelschliff beim EMT vorzuziehen ist. Wenn man jedoch einen Arm mit den Fähigkeiten des Tri-Planar zur Verfügung hat, ist es mehr als eine Überlegung wert, ob man sich nicht für die Version mit dem etwas gnädigeren Schliff entscheidet, mit dem auch ältere Scheiben in nicht perfektem Erhaltungszustand noch jede Menge Freude bereiten. Dynamik, Raum und Details gibt es ja sowieso genug …

Aber nicht nur die klanglichen Resultate sprechen für die Kombination des im Vergleich zum Arm recht preisgünstigen EMTs mit dem Tri-Planar. Wenn man bedenkt, dass das System im Gegensatz zum Arm ein Verschleißteil ist, darf die Zusammenstellung auch aus pekuniären Erwägungen als äußerst gelungen gelten – was mich dennoch nicht davon abhält, mit deutlich teureren Tonabnehmern die Fähigkeiten des Achters auszuloten. Da wäre erst einmal das Air Tight PC-1, an dessen Konstruktion Yoshio Matsudaira, der Schöpfer des My Sonic Lab The Emi­nence, maßgeblich beteiligt war. Und wenn mich mein akustisches Erinnerungsvermögen nicht im Stich lässt, klingt dieses ungemein stimmige System am Tri-Planar mindestens ebenso überzeugend wie am Graham, in dem ich es zum ersten Mal gehört habe. Da gibt es nicht den geringsten vordergründigen Effekt, hinter der Lautsprecherebene tut sich bei guten Aufnahmen eine riesige imaginäre Bühne auf, und die Musik strömt scheinbar frei von jeglicher technischer Beimengung völlig entspannt und doch emotional ansprechend in den Raum. Dabei kommt der Tri-Planar dem theoretischen Ideal sehr nahe: Er drückt dem Signal des Tonabnehmers keinen Stempel auf, und verhält sich damit ganz ähnlich wie das PC-1, was prompt dazu führt, dass man die Technik in kürzester Zeit vergisst und sich in der Musik verliert – aber das zählt ja eher zum Privatvergnügen.

Also widme ich mich lieber der Frage, wie das PC-1 auf ein wenig Dämpfung reagiert: ausgesprochen positiv. Wenn die Schraube so gerade in das Silikonöl eintaucht, erscheint der sowieso schon großzügig bemessene Aufnahmeraum noch ein kleines Stückchen breiter und nicht unbeträchtlich tiefer. Auch große Pauken gewinnen ein bisschen zusätzliches Volumen, ohne dass die Schnelligkeit der Wiedergabe auch nur minimal darunter litte. Eine weitere halbe Umdrehung der Dämpfungsschraube verstärkt die beschriebenen Effekte noch einmal, bevor sich bei einer nochmaligen Drehung um denselben Betrag der Eindruck einstellt, die Musiker gingen nun eine Spur phlegmatischer zu Werke. Eine moderate Dämpfung tut dem PC-1 also gut.

Zum Abschluss konfrontiere ich den Tri-Planar noch mit einem nicht nur in einer Hinsicht extremen Tonabnehmer, dem Clearaudio Goldfinger. Das ist mit seinem Goldgehäuse extrem schwer, extrem teuer, tonal recht extrem abgestimmt, dafür aber auch extrem schnell und räumlich. Natürlich lässt es sich mit dem Gegengewichtsystem des Achters leicht ausbalancieren, bringt auf Anhieb seine Schokoladenseiten zur Geltung und zeigt auch ohne Dämpfung nicht den geringsten Anflug von allzu hell strahlender Brillanz. Und das selbst bei einer Platte wie Tom van der Gelds lyrisch verspieltem Path (ECM 1134), auf dem neben seiner Vibraharp lediglich eine Gitarre sowie Flöte, Saxophon und Oboe zu hören sind: Instrumente also, die nicht unbedingt für tiefe Erdverbundenheit stehen.

Beim Concierto Andaluz in der Interpretation Neville Marriners mit der Academy of St. Martin in the Fields (Reissue der Philips 9500 563) zeigt sich dann, dass sich die phantastische Raumillusion, die der Achter und das Gold­finger erzeugen, sogar noch beeindruckender gerät, wenn der Arm mit einer leichten Be­dämpfung betrieben wird. Impuls- und De­tail­­wiedergabe erreichen, wie zu erwarten, allerhöchstes Niveau. Der Tri-Planar hat auch einen solch zu Extremen neigenden Tonabnehmer wie das große Clearaudio bestens im Griff. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, das Goldfinger je zuvor so ausgewogen gehört zu haben.

Der Tri-Planar VIII ist einer der besten Tonarme überhaupt – ein wenig Erfahrung seines Benutzers vorausgesetzt.

Produktinfo

Tonarm Tri-Planar VIII

Besonderheiten: durchgehende Verkabelung, reproduzierbare Höhen- und Azimuteinstellung

Effektive Länge: 250 mm

Effektive Masse: 11 g

Garantiezeit: 5 Jahre

Preis: 5000 Euro

Kontakt

www.active-audio.de